Alters-Vorsorge

AltersvorsorgeVorsorge bedeutet: Vorausdenken. Das gilt besonders beim Thema Altersvorsorge.

Die "Verunsicherung" in weiten Teilen der Bevölkerung ist mit Händen zu greifen. Macht Vorsorge mit Versicherungsprodukten im Niedrigzinsumfeld noch Sinn? Lösungen aus 3 sog. "Schichten", mit Zulagen und/oder Steuervorteilen gefördert, mal aus dem Bruttoeinkommen gespeist mit Förderung und Spielregeln oder doch lieber aus dem Nettoeinkommen.

Ein Gesetzgeber, der -vermutlich in guter Absicht- immer wieder die "Spielregeln" ändert. Eine Medienlandschaft in der Journalisten, "Fachleute", ja sogar zahlreiche Professoren und Verbraucherschützer jeden Tag anderslautende Botschaften verkünden, tausendfach multipliziert durch das Fernsehen und das Internet, erleichtert die Meinungsbildung sicher nicht. Blicken Sie noch durch?

Gesetzliche Rentenversicherung (GRV)

Es ist wahrlich keine überraschende Neuigkeit: Die gesetzliche Rente reicht nicht! Zurückzuführen ist dies in erster Linie auf den Strukturwandel unserer Bevölkerung (demographischer Wandel).

Wir werden immer älter. Dadurch wird die Phase des Rentenbezugs immer länger. Gleichzeitig geht die Geburtenrate zurück. Folglich zahlen immer weniger Arbeitnehmer in die Gesetzliche Rentenversicherung ein. Daher funktioniert der sog. „Generationenvertrag" nur noch bedingt.

Haben früher drei Einzahler die Rente eines Rentners finanziert, finanzieren heute diese drei Einzahler bereits zwei Rentner. Das Ergebnis: Die gesetzliche Rente wird immer geringer und die Versorgungslücke der Bürger damit immer größer. Wer im Rentenalter seinen gewohnten Lebensstandard halten will, muss zusätzlich vorsorgen – und das möglichst frühzeitig!

Leistungen der Gesetzlichen Rentenversicherung

Rentenleistungen

Wenn über die GRV gesprochen wird, denkt man zunächst vorwiegend an Altersrenten. Aufgrund der ständigen Reformen geht hier der Überblick schnell verloren. Rente mit 67, für bestimmte Personengruppen ab 63, Rentenabschläge, Rentenfaktoren, Anrechnungszeiten sind nur einige Stichpunkte. Die Renteninformation, die jährlich den Anwärtern ins Haus flattern, vermitteln kein zutreffendes Bild von den kaufkräftigen Rentenanwartschaften.

Mit unserer Unterstützung sehen Sie schnell klarer.

  • Wie hoch ist die Versorgungslücke im Alter?
  • Wie hoch sind Erwerbsminderungsrentenansprüche und
  • welche Versorgung wäre für die/den Witwe(r) oder Waisen zu erwarten.

Damit Sie klare Planungsgrundlagen haben.

Private Altersvorsorge

Die Notwendigkeit ist unbestritten. An Produkten besteht kein Mangel. Entscheidend ist die Auswahl der jeweils am besten geeigneten Wege und Anbieter. Ein komplexes Thema, bei dem wir Ihnen sachkundig zur Seite stehen.

Riester-Rente

Eine interessante Möglichkeit, für später vorzusorgen bietet die sog. Riester-Rente. Sie zählt zur staatlich geförderten privaten Altersvorsorge und wurde 2002 vom damaligen Bundessozialminister Walter Riester ins Leben gerufen.

Die aktive Förderung durch den Staat ist in § 10 a EStG festgelegt. Sie besteht aus Zulagen und zusätzlich ist die Sparleistung über den Sonderausgabenabzug in Ihrer Steuererklärung absetzbar.

Jeder Zulagenberechtigte erhält 154 € Grundzulage. Zusätzlich werden für jedes Kind, das vor 2008 geboren wurde 185 € und für jedes Kind, das ab 2008 geboren wurde 300 € zugezahlt – und das jedes Jahr. Die Kinderzulage wird so lange gezahlt, wie Sie Kindergeld erhalten.

Junge Sparer (bis 25 J.) mit eigenem Riester-Vertag, erhalten zusätzlich einen einmaligen "Berufseinsteigerbonus" in Höhe von 200 €.

Basis-Rente

Die Basisrente wurde 2005 in Deutschland als steuerlich begünstigte Form der privaten Altersvorsorge eingeführt. Sie trat damit neben die betriebliche Altersversorgung, die Riester-Rente und die "klassische" private Rentenversicherung. Wegen ihrer von diesen Vertragsformen abweichenden Leistungskriterien und steuerlichen Behandlung gilt die Basisrente als günstige Alternative insbesondere für Personen, welche in der Ansparphase ein höheres steuerpflichtiges Einkommen haben. 

Hauptunterschied der Basisrente zur gesetzlichen Rente ist, dass die Basisrente nicht umlagefinanziert, sondern versicherungswirtschaftlich kapitalgedeckt ist.

Von der "klassischen" privaten Rentenversicherung und der "Riester-Rente" unterscheidet sich die Basisrente unter anderem darin, dass es bei ihr kein "Kapitalwahlrecht" gibt, die Ansprüche also nicht in Form einer Ablaufsumme ausgezahlt werden können. Stattdessen sind Basisrenten stets zu verrenten. Dagegen kann der erworbene Leistungsanspruch in der privaten Rentenversicherung auf Wunsch vollständig und bei der "Riester-Rente" bis zu 30% als Einmalbetrag ausgezahlt werden.

Private Rentenversicherungen

Private Rentenversicherungsverträge bieten ein Höchstmaß an Flexilibität. Neben der

  • "klassichen" Kapitalanlage werden
  • fondsorientierte und
  • indexbasierte

Anlagemöglichkeiten sowie zahlreiche Mischformen angeboten.

Auch bei diesen Verträgen gibt es eine Förderung. Während der Beitragszahlungsdauer (Aufschubphase) erfolgt keine Besteuerung der Erträge. Werden Leistungen in Form einer Kapitalzahlung erbracht, unterliegen die Erträge nur zur Hälfte der Einkommensteuer. Vorausetzung hierfür ist, dass die Auszahlung nicht vor dem 60. Lebensjahr (bei Vertragsabschluss ab 2012) 62. Lebensjahr erfolgt und der Vertrag zum Auszahlungszeitpunkt mindestens 12 Jahre bestanden hat.

Betriebliche Altersvorsorge

Die Rente vom Chef; Problemlöser für alle Lebenslagen? Sicher nicht, aber ein wesentlicher Vorsorgebaustein mit erheblichen Vorzügen. Die Tarifwelt ist vielfältig, durch Rahmenverträge lassen sich Kostenvorteile erzielen und in Sachen Flexibilität wurde in den letzten Jahren viel erreicht.

Wir informieren Sie, wie Sie die Vorteile für sich nutzen können und was zu beachten ist.

Direktversicherung (§ 3.63 EStG)

Direktversicherung

Eine einfache und bewährte Form der betrieblichen Vorsorge.

  • Arbeitnehmer können bis zu 4 Prozent der Beitragsbemessungsgrenze in der gesetzlichen Rentenversicherung in den Vertrag einzahlen, ohne für die Beiträge Steuern oder Sozialabgaben zahlen zu müssen. Damit sind im Jahr 2014 bis zu 2.856 Euro im Jahr komplett abgabenfrei.
  • Besitzt der Mitarbeiter keinen älteren Versicherungsvertrag, der noch pauschal besteuert (§ 40b EStG) wird, kann er weitere 1.800 Euro steuerfrei einzahlen.
Pensionskasse & Pensionsfonds

Pensionskasse

Eine Alternative zur Direktversicherung. Bei diesem klassischen Instrument der betrieblichen Altersversorgung sagt Ihnen Ihr Arbeitgeber Versorgungsleistungen über die Pensionskasse zu. Träger der Versorgung ist damit die Pensionskasse und Sie haben Anspruch auf die zugesagten Leistungen.

Pensionsfonds

Neue Wege mit zusätzlichen Kapitalanlagemöglichkeiten. Der Pensionsfonds ist eine relativ junge Variante der betrieblichen Altersversorgung (bAV) in Deutschland. Mit ihm können Sie die Chancen der Kapitalmärkte besser nutzen. Denn für den Pensionsfonds gelten liberalere Kapitalanlagemöglichkeiten als für die anderen Wege der betrieblichen Altersversorgung (bAV).

Unterstützungskasse

Ergänzende Versorgung für hohe Ansprüche. Eine Unterstützungskasse ist eine rechtsfähige Versorgungseinrichtung zur Durchführung betrieblicher Altersversorgung. Anders als zum Beispiel bei der Direktversicherung können in die Unterstützungskasse Beiträge in unbegrenzter Höhe steuerfrei eingezahlt werden. Damit ist sie der optimale Durchführungsweg für Arbeitnehmer, denen die Möglichkeiten der steuerfreien Höchstbeträge nach § 3 Nr. 63 EStG nicht ausreichen.

Pensionszusage
Pensionszusage

On-top-Versorgung mit hoher Flexibilität. Reicht eine Direktversicherung nicht aus, um vorhandene Rentenlücken zu schließen, erhalten Sie mit der Pensionszusage mit Rückdeckung eine intelligente Lösung für Ihre zusätzliche Altersvorsorge. Denn die Beiträge dafür bleiben steuerfrei und bis maximal 4% der Beitragsbemessungsgrenze auch sozialversicherungsfrei. So finanzieren Sie mit günstigem Nettoaufwand eine attraktive lebenslange Zusatzrente.