Gesundheit & Pflege

Gesundheit & PflegeGesundheit ist für jeden ein zentrales Lebensthema, jedoch keine Selbstverständlichkeit. Trotz unseres im Vergleich zu anderen Ländern ausgezeichneten Gesundheitssystems, werden die Leistungen individuell höchst unterschiedlich empfunden. Krankenhäuser und Ärzte sind auch wirtschaftlich tätige Unternehmen und Unternehmer. Das bleibt nicht ohne Folgen. Lange Wartezeiten, Zuzahlungen in vielen Bereichen oder Leistungen, die von gesetzlichen Kassen gar nicht übernommen werden, prägen inzwischen die Wirklichkeit.

Mit privaten Zusatzversicherungen können Sie die gesetzlichen Versicherungsleistungen individuell ergänzen oder mit einer privaten Vollversicherung Ihren ganz persönlichen Versicherungsschutz gestalten. Zunehmend rückt auch das Thema ergänzende Pflegeversicherung ins Bewußtsein.

Gesetzliche Krankenversicherung

Die gesetzlichen und privaten Krankenversicherungen unterscheiden sich erheblich. Wir zeigen Ihnen einige grundlegende Unterschiede zwischen GKV und PKV.

An diesen Unterschieden wird deutlich, dass die Entscheidung für eine Private Vollkostenversicherung gut vorbereitet und überlegt sein sollte. Neben der Frage, ob der individuelle Gesundheitszustand einen Wechsel in die Private Krankenversicherung erlaubt, sollte man sich diesen Schritt auch nachhaltig leisten können.

Private Krankheitskosten-Vollversicherung

Eine Entscheidung für´s Leben

Die Entscheidung für eine private Krankenversicherung (Vollkostenversicherung als Alternative zur GKV) sollte gut überlegt sein. Neben den systematischen Unterschieden gibt es eine ganze Reihe von Themen, mit denen man sich beschäftigen sollte, bevor man eine Entscheidung trifft.

Wir unterstützen Sie

  • bei der Versichererauswahl und zeigen, worauf man dabei achten sollte.
  • bei der Tarifwahl und erläutern ausführlich die Leistungsunterschiede.
  • dabei, wie Sie problemlos mit der Erstattung von Rechnungen umgehen.
  • wenn sich Ihre Lebensumstände ändern, z.B. durch Geburt eines Kindes oder Heirat.

Die notwendigen Informationen zusammen zu stellen, zu besprechen und zu bewerten ist ein Prozess, der einige Wochen in Anspruch nehmen kann. Hier geht Gründlichkeit vor Schnelligkeit.

Deshalb brauchen Sie ein wenig Geduld und Zeit, damit Sie am Ende ein langfristig tragfähiges und gutes Ergebnis erreichen.

Beihilfeversicherung

Als Beamter haben Sie die Möglichkeit, sich bei Ihrer Beihilfeversicherung für einen privaten Krankenversicherungsschutz zu entscheiden. Der Umfang des Beihilfeanspruchs hängt von der persönlichen Situation des Beamten ab und kann daher unterschiedlich hoch sein. Den restlichen Teil müssen Beamte entweder gesetzlich oder privat absichern. Der Staat beteiligt sich bei seinen Beamten mit mindestens 50 % an den Krankheitskosten.

Bei der Beihilfeversicherung gibt es einige Besonderheiten zu beachten: So wird in der gesetzlichen Krankenversicherung die Beihilfeleistung vom Bund oder den Ländern nicht berücksichtigt. Beamte zahlen dort 100% Beitrag, obwohl nur max. 50% der Krankheitskosten abgedeckt werden müssten. Hinzu kommt, dass Beamte aufgrund ihres Beihilfeanspruchs keinen Arbeitgeberzuschuss erhalten. Das bedeutet: Hohe Kosten bei vergleichbar geringen Leistungen, wenn Sie für Ihre Beihilfeversicherung die gesetzliche Krankenversicherung wählen.

Mit einer privaten Beihilfeversicherung profitieren Beamte von passgenauem privaten Krankenversicherungsschutz zu günstigen Beiträgen.

Stationäre Zusatzversicherung

Entscheiden Sie selbst, wie es Ihnen im Krankenhaus ergeht. Mit einer Krankenhauszusatzversicherung fällt Ihnen die Wahl, ob Sie in einem Ein- oder Zweibettzimmer liegen, leicht. Sie suchen sich das Krankenhaus frei aus und werden vom Chefarzt behandelt. Darüber können Sie mit der Krankenhaustagegeldversicherung (KHTG) die gesetzliche Zuzahlung im Krankenhaus versichern.

Ambulante Zusatzversicherung

Es gibt viele Gründe, den gesetzlichen Krankenversicherungsschutz zu ergänzen:

  • Die gesetzlichen Kassen zahlen für Zahnersatz lediglich einen am Befund orientierten Festzuschuss auf Basis der einfachen Ausführung, abhängig von regelmäßigen Vorsorgeuntersuchungen (Bonusheft).
  • Für Brillen oder Kontaktlinsen tragen Sie die gesamten Kosten selbst. Einzige Ausnahme: Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre sowie Versicherte mit schwersten Sehbeeinträchtigungen.
  • Bei einer Auslandsreise übernimmt die GKV teilweise die Kosten, jedoch nur in bestimmten Ländern und nicht für den Krankenrücktransport.
  • In der GKV müssen Sie zu allen Hilfsmitteln zuzahlen.
  • Auch Kosten für eine gezielte Behandlung im Ausland werden von der GKV nicht immer vollständig übernommen.
  • Nur in Ausnahmefällen wird Ihnen der Besuch beim Heilpraktiker von der GKV bezahlt.
  • Grundsätzlich keine Leistung für ein zusätzliches Kurtagegeld.
  • Eingeschränkte Leistungen für Inlays (nur im Rahmen der GKV-Regelversorgung).
  • Zuzahlung im Krankenhaus für GKV-Versicherte: 10,- € pro Tag – für bis zu 28 Tage pro Jahr.
  • Um 21% oder mehr verringert sich Ihr Netto-Einkommen als Angestellter bei Krankheit oder Unfall ab dem 43. Krankheitstag.
Krankentagegeldversicherung

Bei längerer Krankheit endet die Lohnfortzahlung des Arbeitgebers üblicherweise nach sechs Wochen. Dann springt die Krankenkasse ein. Doch das gesetzliche Krankengeld deckt abzüglich der Sozialversicherungsbeiträge maximal 79% des gewohnten Netto-Einkommens ab. Bei einem Einkommen oberhalb der Beitragsbemessungsgrenze wird die Einkommenslücke sogar noch deutlich größer.

Ein privates Krankentagegeld erhalten Sie nach Ablauf der vereinbarten Karenzzeit in vereinbarter Höhe ohne zeitliche Begrenzung, ganz gleich, ob Sie zu Hause oder im Krankenhaus behandelt werden.

Damit schliessen Sie eine bestehende Einkommenslücke bei längerer Krankheit oder nach einem Unfall.

Auslandskrankenversicherung

Auch wenn Sie nur für ein paar Tage verreisen, die Auslandsreisekrankenversicherung sollten Sie unbedingt mit dabei haben. Die gesetzliche Krankenkasse erstattet im Ausland immer nur die Kosten, die bei einer Behandlung in Deutschland angefallen wären - und auch nur, wenn zwischen der BRD und Ihrem Urlaubsland ein Sozialversicherungsabkommen besteht. Nicht übernommen wird ein notwendiger - und meist sehr teurer - Krankenrücktransport nach Deutschland.

Private Krankenversicherung

Private Krankenversicherung