Gruppenunfallversicherung

Ein Unfall kann trotz aller Vorsicht schnell passieren. Die gesetzliche Versicherung bietet hierbei entweder gar keinen oder nur unzureichenden Schutz. Denn die gesetzliche Unfallversicherung greift nur dann, wenn der Unfall auf dem Weg zwischen Wohnung und Arbeitsstelle passiert ist oder mit der Arbeit im Zusammenhang steht.

Mit einer Gruppen-Unfallversicherung schützen Sie Ihre Mitarbeiter optimal vor einem unfallbedingten Ausfall ab und bieten Ihren Mitarbeitern eine freiwillige soziale Leistung.

Eine Absicherung Ihrer Mitarbeiter über die gesetzlich vorgeschriebene Pflichtversicherung hinaus, macht Ihr Unternehmen als Arbeitgeber damit nicht nur besonders attraktiv, sondern kann Ihnen auch steuerliche Vorteile bringen.

Die Vorteile im Überblick

  • leistungsstarker Unfallschutz für Arbeitgeber und Arbeitnehmer - deutlich über dem Marktstandard
  • individuelle Gestaltungsmöglichkeiten - je nach den betrieblichen Anforderungen
  • attraktive Beiträge bereits ab drei versicherten Personen
  • Imagegewinn für das Unternehmen durch Angebot einer betrieblichen Sozialleistung
  • Steuervorteile

Steuerliche Behandlung von freiwilligen Unfallversicherungen

Die einkommen-/lohnsteuerrechtliche Behandlung von Beiträgen und Leistungen aus Unfallversicherungen des Arbeitgebers zugunsten seiner Arbeitnehmer richtet sich nach dem Erlass des BMF vom 28.10.2009.

  • Schließt ein Arbeitgeber zugunsten seiner Arbeitnehmer eine betriebliche Gruppen-Unfallversicherung ab, so stellen die hier- für gezahlten Beiträge Betriebsausgaben dar.
  • Die steuerliche Behandlung auf Seiten der versicherten Arbeitnehmer, richtet sich danach, ob durch den Arbeitgeber ein vertraglicher Direktanspruch auf die Leistungen eingeräumt worden ist oder nicht.

Ohne Direktanspruch

Wurde dem versicherten Arbeitnehmer kein Direktanspruch eingeräumt, so stellen die laufenden Beiträge zur Gruppen- Unfallversicherung keinen Arbeitslohn dar und sind demzufolge auch nicht zu versteuern. Die als Schadenersatz geleistete Versicherungssumme wird steuerfrei ausgezahlt. Allerdings müssen im Leistungsfall die Beiträge rückwirkend versteuert werden.

Mit Direktanspruch

Wurde dem versicherten Arbeitnehmer ein Direktanspruch eingeräumt, so stellen die laufenden Beiträge Arbeitslohn dar und sind zu versteuern. Beträgt der durchschnittliche Beitrag inkl. der gesetzlichen Versicherungsteuer (derzeit 19%) über alle versicherten Personen des Vertrages durchschnittlich maximal 92,23 EUR, so kann der Arbeitgeber eine „Pauschalversteuerung“ mit einem Satz von 20% vornehmen. Angesetzt werden allerdings aus diesen 92,23 EUR nur 80%, also 73,78 EUR. Die restlichen 20% sind steuerfreier Reisenebenkostenersatz. Die als Schadenersatz geleistete Versicherungssumme wird auch in diesem Fall steuerfrei ausgezahlt.

Eine Ausnahme ist die Unfallrente. Sie ist im Leistungsfall mit dem sog. Ertragsanteil zu versteuern.