Krankentagegeld-Arbeitgeber-Rückversicherung (KTAR)

Wie reduziert man das Risiko in einer GmbH bezüglich der Lohnfortzahlung des Gesellschafter/Geschäftsführer (GGF) und verlagert die Privatausgaben des GGF hierfür in die GmbH?

Ausgangslage:

Im Krankheitsfall bezieht der GGF in der Regel mindestens 6 Wochen sein vertraglich vereinbartes Gehalt. Ein privat versichertes Krankentagegeld mit Beginn vor der 6. Woche ist daher nicht sinnvoll. Denn solange die GmbH das Gehalt zahlt, leistet der Krankenversicherer (gesetzlich oder privat) keinen Euro.

Kernfragen:

  • Wie lange zahlt Ihnen Ihre GmbH im Krankheitsfall Gehalt?
  • Wann beginnt das derzeit vereinbarte Krankentagegeld?

Lösung:

Die Lösung:

Der Arbeits-/Dienstvertrag sollte ggf. angepasst werden. Der vertraglich vereinbarte Lohnfortzahlungszeitraum und der Beginn einer Krankentagegeldleistung sollten zueinanander passen und eine Verlängerung der Lohnfortzahlung auf z.B. 6 Monate erwogen werden.

Das dadurch erhöhte finanzielle Risiko der GmbH (6 Monate Gehaltszahlung) kann im Rahmen einer "Kranken-Tagegeld-Arbeitgeber-Rückversicherung" (=KTAR) ganz oder teilweise abgesichert werden.

Der Beitrag für KTAR ist Betriebsausgabe! Die Leistung erhält die GmbH, d.h. Betriebseinnahme. Die GmbH zahlt jedoch das vereinbarte Gehalt an den GGF d.h. wiederum Betriebsausgabe. Die Leistungen sind somit bilanzneutral. Angenehmer Nebeneffekt ist dabei, dass ein privat versichertes Krankentagegeld erst nach 6 Monaten beginnen muss, statt bereits nach 6 Wochen. Dadurch ergibt sich eine durchaus beachtenswerte Beitragsersparnis im privaten Bereich.