Lebensversicherungs-Reformgesetz (LRVG)

von

Absicherung stabiler und faier Leistungen für Lebensversicherte

In Umsetzung dieser Vorgabe soll ein ausbalanciertes Paket von Maßnahmen zur Stabilisierung des gesamten Lebensversicherungssektors in Deutschland vorgelegt werden. Ziel ist es, ungerechtfertigte Mittelabflüsse aus dem Vermögen der Lebensversicherer zu unterbinden und so sicherzustellen, dass die Mittel weiterhin zur Erfüllung der Ansprüche der Versicherungsnehmer zur Verfügung stehen, schreibt das Bundesfinanzmimnisterium in einem Eckpunktepapier vom 04.06.2014.

Die wesentlichen Bestandteile des Gesetzentwurfes sind:

  • Die Beteiligung der Versicherungsnehmer an den Risikoüberschüssen wird von 75 % auf 90 %, dem jetzigen Satz für die Beteiligung an den Kapitalerträgen, angehoben.
  • Es soll für eine gerechtere Beteiligung der Gesamtheit der Versicherten an den Bewertungs-reserven festverzinslicher Wertpapiere gesorgt werden. Die Beteiligung an den Bewertungsreserven darf nicht dazu führen, dass an die ausscheidenden Versicherten Mittel ausgezahlt werden, die für die Erfüllung der den verbleibenden Versicherten gegebenen Garantiezusagen benötigt werden.
  • Durch eine verringerte bilanzielle Anrechenbarkeit der Abschlusskosten sollen Anreize für die Versicherungsunternehmen geschaffen werden, ihre Abschlusskosten zu senken. Die Transparenz der Versicherungsprodukte im Bereich der Abschluss- und Verwaltungskosten soll verbessert werden.
  • Der Garantiezins soll zum 1. Januar 2015 für Neuverträge von 1,75 Prozent auf 1,25 Prozent sinken.

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