Sparen für´s Alter - geht´s noch?

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Macht sparen für´s Alter überhaupt noch Sinn?

Das Spiel mit der Angst schafft Publikum. Das war schon immer so. Doch jeder einzelne sitzt nicht nur auf den Rängen, er steht mitten in der Arena, ist Akteur, muss für sich Entscheidungen treffen. Wer dabei einen klaren Blick behalten will, muss innerlich schon recht gefestigt sein, um das Ziel nicht aus den Augen zu verlieren.

Stecken wir mitten in einer "Sinnkrise", wenn es um das Thema Altersvorsorge geht? Das wäre nicht sonderlich überraschend, wenn man sich nur 3 Schlagzeilen der letzten 5 Jahre ansieht.

Focus-online am 17.11.2008: "Wie (un)sicher ist die Rente?"

Ein Bericht über Herrn Huckfeldt, der sich mit damals 59 Jahren damit konfrontiert sieht, dass seine 1993 abgeschlossene Direktversicherung statt prognostizierten 44.000 Euro sage und schreibe nur 31.000 Euro bringen soll. Die 44.000 Euro, wird der Versicherer zitiert, seien ja nicht wirklich garantiert gewesen, sondern eine „unverbindliche Prognose“. Man habe den – damals ungewöhnlich hohen – Marktzins von acht Prozent auf die gesamte Laufzeit hochgerechnet. Leider hätten sich die Zinsen seither jedoch nach unten bewegt – und damit auch die tatsächliche Auszahlung.

Focus-online am 17.11.2009: "Lohnt es sich noch, alt zu werden?"

"So richtig sexy ist das Thema Altersvorsorge zwar nicht. Weiter heißt es: "Es grenzt an Masochismus: Wer nachrechnet, welchen Anteil seiner privaten Altersvorsorge er dereinst an den Fiskus abführen muss, braucht eine robuste Konstitution. Auch die Mitglieder der gesetzlichen Rentenversicherung haben starke Nerven nötiger denn je: Die Regierung überrascht mit immer neuen Ideen rund um die gesetzliche Rente. Darüber hinaus erschüttern immer neue Horrorrechnungen verschiedenster Experten die Hoffnung auf einen beschaulichen Lebensabend. Auch die Angst, dass die Inflation die eigene Rente vollständig aufzehren könnte, sitzt tief."

Focus-online am 17.06.2014: "Risiko Altersarmut - Warum Sie jetzt noch mehr sparen müssen?"

"Wegen der niedrigen Zinsen haben viele Deutsche keine Lust mehr zu sparen. Die Deutschen sind dem kollektiven Konsumrausch verfallen. Statt ihre Sparschweine zu füttern geben sie ihr Geld mit vollen Händen aus. "So verständlich die zunehmende Sparabneigung der Deutschen auch sein mag: Sie ist auch gefährlich. Denn wer heute kein Geld zurücklegt, könnte später Probleme bekommen, so das vorläufige Fazit dieses Artikel. "Schließlich muss man wegen der niedrigen Zinsen heute mehr sparen, um im Alter das gleiche Vermögen zur Verfügung zu haben."

Fazit: Es wird zunehmend wichtiger, sich jenseits effektheischender Schlagzeilen mit der eigenen Altersvorsorge zu beschäftigen. Dass dies in Zukunft einfacher werden wird, ist nicht anzunehmen, da sich auch die Versicherungswirtschaft den Veränderungen im Niedrigzinsumfeld stellen muss. Mit neuen Produkten, die veränderte, tendenziell niedrigere Garantien bieten und das Kapitalanlagerisiko stärker auf den Kunden abwälzen. Risiken und Chancen dieser neue Produkte müssen geklärt und bewusst gemacht werden.

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