Reiseversicherungen

Mit der richtigen Reiseversicherung sind Sie bei allen Problemen, die vor oder während Ihrer Reise auftreten können, umfassend geschützt.

Vor Abschluss eines Reiseschutzes sollten Sie prüfen, welcher Tarif der Richtige für Sie ist. Dabei spielt die Reisehäufigkeit, der Reisepreis, die Zahl und das Alter der Reiseteilnehmer, das Reiseziel, die Reisedauer oder die eingeschlossenen  Leistungen eine entscheidende Rolle für die Höhe des Versicherungstarifs.

Reisekrankenversicherung

Was leistet die Versicherung?
Eine private Reisekrankenversicherung übernimmt die Krankheitskosten, wenn Sie im Ausland medizinisch versorgt werden müssen. Denn meist werden deutsche Reisende im Ausland wie Privatpatienten behandelt, d.h. der Patient muss die entstandenen Krankheitskosten erst einmal privat bezahlen. In Deutschland wird von der gesetzlichen Krankenversicherung oft nur ein Teil der entstandenen Kosten zurückerstattet. Besteht mit dem Reiseland kein Sozialversicherungsabkommen (zum Beispiel mit außereuropäischen Ländern), müssen die Patienten alleine für ihre Arzt- oder Krankenhauskosten aufkommen. 

Zudem übernimmt die private Reisekrankenversicherung auch die Kosten für einen medizinisch notwendigen Rücktransport. Dieser Transport kann im Ernstfall weit über 50.000 Euro kosten - und wird von der gesetzlichen Krankenversicherung grundsätzlich nicht finanziert. 

Und was leistet sie nicht?
Kosten für Krankheiten, die bereits vor dem Antritt einer Reise bestanden haben - zum Beispiel chronische Krankheiten -, werden nicht übernommen. Für Zahnbehandlungen gelten meist Höchstgrenzen.

Reiserücktrittskosten

Eine Reiserücktrittskosten-Versicherung schützt Sie vor den Stornogebühren der Reiseveranstalter, wenn Sie Ihre gebuchte Reise z. B. aus Krankheitsgründen nicht antreten können. Voraussetzung für die Kostenübernahme durch die Versicherung ist, dass Sie Ihre Reise aus sehr wichtigen Gründen nicht antreten können. Gibt es keine wichtigen Gründe, zahlt die Versicherung die Stornogebühren des Reiseveranstalters nicht.

work & travel

Ein Muss für einen längeren Auslandsaufenthalt ist der Abschluss einer umfassenden Auslands-Krankenversicherung. Bei Reisen außerhalb der Europäischen Union (EU) bietet die gesetzliche Krankenversicherung nämlich oft nur unzureichenden Reiseschutz oder leistet gar nicht. Ohne zusätzlichen Auslands-Reiseschutz müssten nicht erstattete Beiträge für Behandlungen oder Medikamente aus der eigenen Tasche gezahlt werden. In Kanada und den USA sind die medizinischen Behandlungskosten zudem noch teurer als in andere Ländern der Welt. Die Reiseversicherer weisen bei Ihrer Tarifdarstellung bei der Wahl des Reiseziels auf  das „Weltweit mit USA/Kanada“- Risiko hin und verlangen entsprechend auch deutlich höhere Versicherungsprämien als bei anderen Reisezielen. Zu den beliebtesten Reisezielen für Work & Travel zählt neben Kanada und der USA ein Aufenhalt in Australien oder Neuseeland.

Ein medizinischer Rücktransport ist über die gesetzliche Krankenversicherung überhaupt nicht abgesichert.

In der „klassischen“ Auslands-Krankenversicherung z.B. für eine Urlaubsreise kann meistens nur ein Versicherungszeitraum von bis zu 6 Wochen abgesichert werden. Die spezielle Auslands-Reisekrankenversicherung für Work & Travel Reisende kann dagegen auch für einen längeren Auslandsaufenthalt (bis zu einem Zeitraum von 5 Jahren) abgeschlossen werden. Zugleich bietet die Versicherung auch einen ausreichenden und umfassenden Versicherungsschutz bei ambulanten und stationären Heilbehandlungen durch  Risiken aus dem Job vor Ort. Im Notfall reicht der Anruf in der Notrufzentrale des Versicherers und man bekommt direkte Hilfe und Unterstützung z.B. durch Übernahme der Organisation eines für die medizinische Behandlung geeigneten Krankenhauses oder durch die Erteilung einer Kostenübernahmezusage durch den Versicherer. Je nach Umfang des versicherten Leistungspaketes wird geleistet. Ein Blick in die jeweiligen Versicherungsbedingungen (AVB) der Reiseversicherer ist daher immer ratsam.

Bei dem Abschluss einer Auslands-Reisekrankenversicherung hat man oft die Möglichkeit zwischen einer Versicherung mit oder ohne Selbstbehalt (SB) zu wählen. Die Tarife ohne Selbstbehalt sind i.d.R. teurer aber dafür fallen bei einem Arztbesuch keine zusätzlichen Kosten an. Gerade bei längeren Auslandsaufenthalten steigt natürlich auch die Häufigkeit von Erkrankungen und damit ärztlicher Behandlungen.  Üblicherweise sind bei einem Tarif mit Selbstbehalt ca. 100 EUR pro Versicherungsfall fällig.

Für die Absicherung der Reisekosten z.B. bei Nichtantritt der Reise aufgrund einer unerwarteten Erkrankung, sollte man insbesondere bei einem hohen Reisepreis (z.B. eines Fluges nach Kanada) den Abschluss einer Reiserücktrittsversicherung in Erwägung ziehen. Die Höhe der Prämie richtet sich dabei nicht nach der Reisedauer sondern immer nach dem Reisepreis. Auch hier lohnt sich ein entsprechender Versicherungsvergleich. Bei Tarifen mit Selbstbehalt beträgt der Selbstbehalt bzw. Eigenanteil des Kunden üblicherweise 20% des erstattungsfähigen Schadens.