Über uns

Als inhabergeführtes Maklerunternehmen begleiten wir seit 1999 mittelständische Unternehmen, Gewerbetreibende, Selbstständige, Freiberufler und private Mandanten bei der Gestaltung individueller Versicherungs- und Vorsorgelösungen. Mit unserer Schwestergesellschaft, gifa Grundwert & Renten GmbH, bieten wir unter gleicher Leitung aber gesellschaftsrechtlich getrennt, passgenaue Finanzierungen für private genutzte Immobilien sowie ergänzende Lösungen zur Kapitalanlage mit Investmentfonds und Beteiligungen an.

Grundsätzlich sind wir bestrebt unsere Kunden gesamtheitlich zu beraten und zu betreuen. Damit haben wir einen Überblick über Ihre Verträge, vermeiden Über- oder Unterversicherung und Sie haben den Vorteil "eines" Ansprechpartners.

Compliance und Verhaltensregeln

Der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) hat für den Vertrieb von Versicherungen einen Verhaltenskodex entwickelt, dem die meisten Versicherer bereits beigetreten sind. Dieser Kodex verpflichtet die beigetretenen Unternehmen nachzuweisen und sicherzustellen, dass sie nur mit Versicherungsvermittlern zusammenarbeiten, die ihrerseits Compiance-Regelungen beachten. Die Vermittlerverbände

  • Bundesverband Deutscher Versicherungskaufleute e.V. (BVK)
  • Verband Deutscher Versicherungsmakler e.V. (VDVM) sowie der
  • Verband unabhängiger Finanzdienstleistungsunternehmen in Europa e.V. (VOTUM-Verband)

haben, unabhängig von ihren verbandseigenen Kodizes, für die Branche einen Compliance-Basis-Kodex für Versicherungsvermittler verfasst, den wir für unsere Unternehmen nicht als verbindlich anerkennen.

Basis-Kodex und Alternativen

Der AfW (Bundesverband Finanzdienstleistungen) schreibt in einer Pressmitteilung vom 12.05.2014: "Die Versicherungswirtschaft legt seit einigen Monaten ein extrem hohes Tempo in punkto Selbstregulierung an den Tag. Auch die kommende Vermittlerrichtlinie 2 (IMD 2) wirft ihre Schatten voraus und wird zunehmend als Grund genannt, um in gravierende Selbstregulierung einzutreten. Unter anderem ist es gerade en vogue, sich einen Kodex (freiwillige Selbstverpflichtung) für verschiedene Gebiete zu geben, z.B. für den Datenschutz, den Vertrieb etc."

Verschiedene Versicherer versuchen den neuen GDV-Verhaltenskodex zum Bestandteil von Courtagezusagen zu machen. Es steht sogar die Behauptung im Raum, dass der sog. Basis-Kodex fortan als Bestandteil der Courtagezusage gelte, wenn dem nicht aktiv widersprochen wird.

Dr. Johannes Fiala widerspricht dieser Behauptung in einem Interview mit Ralph W. Barth und sagt: "Die Regelung dürfte von Anfang an unwirksam sein. Denn sie ist mit wesentlichen Grundgedanken der gesetzlichen Regelung unvereinbar. Ein Versicherer kann nach Paragraph 307 BGB nicht einseitig durch Serienbriefe oder Vertragsmuster bisherige Courtagezusagen abändern, wenn dies den Versicherungsmakler unangemessen benachteiligt. Bereits durch die Ziffer 1. des GDV-Kodex sollen offenbar Kernaufgaben des Versicherers dem Makler zugewiesen werden. Das geht gar nicht!"

Weiter führt er aus, "Die Versicherer haben Recht, wenn sie für ein besseres Image einen Kodex verabreden. Die Botschaft lese ich nach dem Motto „Beim Versicherungsvertrieb ist jetzt aber wirklich Schluss mit Lustig“. Das Image leidet seit Jahrzehnten, und nicht erst durch die Spielfilme wie „Der Versicherungsvertreter“ oder die Dokumentation „Die Nein-Sager“. Auch Fernsehbeiträge, betitelt etwa mit „Korruptions-Netzwerk …“ oder „Neues vom Drückerkönig“ finden sich bis heute im Internet. Um das schlechte Image zu verbessern, ist ein begleitender Kodex für die eigene Ausschließlichkeit vielleicht eine Möglichkeit. Aber in dieser radikalen Form das allen Versicherern und Vermittlern aufzwingen zu wollen, damit schießt der GDV weit über das Ziel hinaus. Man sieht ja wozu es jetzt führt. Es überrascht mich das die Verbandsleute diese Umstände offensichtlich nicht ausreichend zuvor geprüft haben."

Seine Schlussfolgerung lautet: "Der GDV und erst recht kein Versicherer kann den Maklern irgendeinen (Verhaltens-)Kodex „aufzwingen“, soweit er den Maklerpflichten unvereinbar zuwider läuft."

Die wesentlichen Kritikpunkte werden in einem Artikel des "Versicherungsboten" vom 22.04.2014 (Ist der "Basis-Kodex" für Versicherungsmakler akzeptabel?) zusammenfassend dargestellt.

Unser Standpunkt

Versicherungsmakler sind u.E. nicht verpflichtet sich einem einem Kodex der Versicherer zu unterwerfen. Dies liegt daran, dass der Versicherungsmakler im Lager seines Mandanten steht und nicht etwa wie Vertreter (auch Mehrfachagenten) im Lager der Versicherer. Schon allein aus diesem standesrechtlichen Grund dürften Makler einen solchen Kodex eigentlich nicht unterzeichnen oder durch fehlenden Widerruf zum Bestandteil ihrer Courtagezusage machen.

"Letztlich bleibt als Ausweg tatsächlich nur ein eigener Makler-Kodex, auch wenn dieser von den Gesellschaften nicht gewollt ist. Ein solcher Makler-Kodex könnte, damit die Gesellschaften ihren Kodex erfüllen können und sofern für Makler erfüllbar, u.a. die Punkte beinhaltet (z. B. rein gesetzliche Regelungen), wozu Gesellschaften sich in ihrem Kodex verpflichtet haben," schlussfolgert der Versicherungsbote. Dem stimmen wir zu.

Die Versuche einen solchen Maklerkodex zu entwickeln sind vielfältig und ihrerseits teilweise interessengeprägt. Allen gemeinsam ist u.E. eine Zusammenfassung von Selbstverständlichkeiten. Wir werden die weitere Entwicklung beobachten und ggfs. einen eigenen Kodex entwickeln.

Beispiele von Kodizes, die derzeit in "Umlauf" sind können Sie hier herunterladen: